Altenpflege

Was ist Altenpflege?

Altenpflege ist ein Beruf, der viel von Ihnen fordert, aber auch viel zurückgibt. Es ist eine sehr sinnerfüllende und gesellschaftlich wichtige Aufgabe: Sie verhelfen hilfsbedürftigen Menschen zu einem würdevollen und schönen Lebensabend. Dabei benötigen Sie nicht nur die Kenntnisse und Fertigkeiten, die zur Pflege und Betreuung alter Menschen qualifizieren – genauso wichtig ist eine verantwortungsbewusste Einstellung sowie eine achtende und wertschätzende Haltung den zu betreuenden Menschen gegenüber.

Altenpfleger betreuen mitunter auch schwer kranke und sterbende Menschen. Sie sind oft erster oder einziger Ansprechpartner in persönlichen und sozialen Angelegenheiten und entwickeln somit eine enge Bindung zu den betreuten Menschen. Zu den Aufgaben können auch die Anregung und Begleitung von Familien- und Nachbarschaftshilfe, die Förderung von sozialen Kontakten und eine sinnvolle Freizeitgestaltung gehören.

Das Aufgabengebiet der Altenpfleger entwickelt sich individuell auf der Grundlage der einzelnen Biografien älterer und alter Menschen. Aufgabe der Altenpflege ist es nicht, die Probleme der alten Menschen zu lösen, sondern sie bei der Bewältigung ihrer Probleme zu unterstützen. Dazu gehört der Beistand bei persönlichen Krisensituationen genauso wie Gesundheitsvorsorge und Beratung in alltagspraktischen Dingen, zum Beispiel in Ernährungs- und Rechtsfragen.

Was lerne ich in der Altenpflege-Ausbildung?

Die Ausbildung soll Sie zur selbstständigen, eigenverantwortlichen und ganzheitlichen Pflege befähigen. Dazu trägt das Lernfeld-Konzept bei: Die Unterrichtsinhalte werden nicht mehr über Fächer definiert, sondern über Lernfelder. In der Altenpflegeausbildung sind das unter anderem:

  • Pflege älterer und alter Menschen planen, dokumentieren und evaluieren
  • Menschen personen- und situationsbezogen pflegen
  • Anleiten, beraten und Gespräche führen
  • Bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken
  • Lebenswelten und soziale Netzwerke alter Menschen beim altenpflegerischen Handeln berücksichtigen
  • Ältere und alte Menschen bei der Tagesgestaltung unterstützen
  • Berufliches Selbstverständnis entwickeln

Die Lernfelder ermöglichen einen fächerüber­greifenden Unterricht und berücksichtigen die konkreten beruflichen Aufgaben in der Alten­pflege.

Wie lange dauert die Altenpflege-Ausbildung?

Nach drei Jahren Ausbildungszeit legen Sie die Prüfung zur staatlich anerkannten Altenpflegerin bzw. zum staatlich anerkannten Altenpfleger ab.

Wie sind die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt?

Altenpflege ist ein Beruf mit Zukunft. Die vielfältigen Berufsaussichten werden vor allem dann deutlich, wenn man bedenkt, dass schon in wenigen Jahren rund ein Drittel unserer Bevölkerung ältere Menschen sein werden. Mit Ihrer Ausbildung sind Sie in der ambulanten und offenen Altenhilfe, in stationären und teilstationären Einrichtungen sowie in Beratungsstellen für ältere Menschen gefragt. 

Nach zweijähriger Berufserfahrung als Altenpfleger besteht die Möglichkeit zur Selbstständigkeit oder Höherqualifizierung.

Gibt es Fördermöglichkeiten?

Eine Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit ist möglich, ein Bildungsgutschein kann beantragt werden.

Welche Zugangsvoraussetzungen benötige ich?

Sie benötigen einen Realschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung. Sie können auch zugelassen werden, wenn Sie über einen Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene, mindestens zweijährige Berufsausbildung oder eine einjährige, fachbezogene Ausbildung (wie Altenpflegehilfe oder Krankenpflegehilfe) verfügen. Darüber hinaus sollten Sie einigen Idealismus mitbringen, flexibel, einfühlsam und hilfsbereit sein und gut zuhören können. Voraussetzung ist auch, dass Sie sich für den Beruf gesundheitlich eignen.

Bitte beachten: Die Zugangsvoraussetzungen können je Standort variieren.

Brauche ich einen praktischen Ausbildungsplatz?

Die Ausbildung ist sehr praxisorientiert und Sie benötigen bis zum Ausbildungsbeginn einen praktischen Ausbildungsplatz.

In Thüringen (Standorte Mühlhausen und Erfurt) brauchen die Teilnehmer, die eine staatliche Förderung (wie ARGE, Förderungen des Landkreises etc.) erhalten werden, den praktischen Ausbildungsbetrieb nicht selbst zu suchen - der jeweilige Schulstandort stellt den Kontakt zu den Ausbildungsbetrieben her.

In allen anderen Bundesländern müssen sich die Teilnehmer selbst um den praktischen Ausbildungplatz kümmern. Die Schulen sind aber gerne bei der Suche behilflich.

Wie bewerbe ich mich um einen Ausbildungsplatz?

Bitte schicken Sie uns folgende Unterlagen zu:

  • Anschreiben
  • tabellarischer Lebenslauf
  • 2 Passbilder
  • Bewerbungsbogen (können Sie sich rechts downloaden)
  • Kopie des Schulabschlusszeugnisses (oder des letzten Zeugnisses)
  • Kopien der Ausbildungszeugnisse (Gesellenbrief und Berufsschulzeugnis – wenn vorhanden)
  • Kopien der Arbeitszeugnisse (wenn vorhanden)

Wir bieten Ihnen ebenfalls die Möglichkeit, sich bei uns online zu bewerben. Bitte klicken Sie hierzu auf Online-Bewerbung.

Was entscheidet über meine Teilnahme an der Ausbildung?

Ihre Bewerbungsunterlagen und ein persönliches Gespräch geben uns die Möglichkeit, einen Gesamteindruck von Ihrer Eignung für die Ausbildung zu gewinnen.

Wie kann ich mich weiterqualifizieren?

Wer sich weiterqualifizieren möchte, kann bei unserem Bildungspartner, der Hochschule Fresenius, innerhalb von zwei Jahren einen Bachelor-Abschluss im Bereich Gesundheit & Management (Aufbaustudium Gesundheit & Management (B.Sc.)) erwerben. Als Absolvent des Unternehmensverbundes DIE SCHULE profitieren Sie doppelt: Ihnen ist ein Studienplatz unter bestimmten Zulassungsvoraussetzungen sicher und Sie erhalten für den genannten Studiengang der Hochschule Fresenius einmalig einen Gutschein über 500 Euro.

Wege zum Bachelor of Science (zum Vergrößern bitte anklicken)

Ausbildung Altenpflege mit Weiterbildung bei der Hochschule Fresenius