Carina Dyck

Wie ergeht es mir und meinen Mitschülern in der Prüfungszeit?

Hallo, mein Name ist Carina Dyck und ich mache meine Ergotherapieausbildung in Melle. Meine insgesamt 17 Mitschüler und ich sind in der Abschlussklasse, das heißt, wir sind bestenfalls im August 2010 staatlich anerkannte Ergotherapeuten.

Viele angehende Ergotherapeuten, besonders die Klassen im ersten und zweiten Jahr, so kann ich mir vorstellen, fragen sich: „Wie wird das für mich werden, was kommt da auf mich zu, wie gehe ich und meine Mitschüler damit um, wenn ich kurz vor den Prüfungen stehe? Kurz vor meinem Examen?“

Diese Fragen und viele andere habe ich mir auch gestellt. Nun stehe ich kurz davor und möchte versuchen, diese Fragen im folgenden Text zu beantworten und zu erklären.

Nach den Winterferien im Januar: „Guten Morgen liebe Abschlussklasse, nicht mehr lange und dann habt auch ihr es nach langer und intensiver Arbeit geschafft. Dieses Jahr im August dürft ihr euch staatlich anerkannte Ergotherapeuten nennen.“ Diese Sätze haben gesessen…Dabei ist das doch alles noch so weit weg. Wir schauten unseren Dozenten weiterhin an, manche mit offenem Mund.

Gefühle wie Angst, Starrheit, Verwirrtheit, Leere aber auch Vorfreude schwebten im Raum…

Der dreimonatige vorbereitende Unterricht:
Meine Mitschüler und ich hatten sich vom ersten Schock erholt und wir gingen locker und entspannt in den Unterricht. Trotzdem fragten wir uns immer wieder: Wie sollen wir den ganzen Stoff lernen und dann auch noch behalten? Immer wieder tauchten Bemerkungen auf wie: „Ach ja genau“, „Ja, jetzt weiß ich wieder“ oder „Schon mal gehört“. Immer wieder versuchten die Dozenten, unsere Ängste zu nehmen. Sie gingen mit uns die Themen durch, bis auch die letzte seine Frage beantwortet hatte. Umso mehr die Dozenten erklärten, wurden die Themen klarer und strukturierter.

Gefühle wie Klarheit, Strukturiertheit, Vorfreude und Wissbegierigkeit schwebten im Raum…

Die Termine stehen fest:
Ein lautes und geschocktes Einatmen zog sich durch jeden Mund. Der Atem blieb stehen und das Herz klopfte immer lauter. Die Prüfung steht schon mit einem Bein in der Haustür. Drei Jahre haben wir nun versucht, uns auf diesen Beruf vorzubereiten: „Die Prüfung soll keine Abfrage dessen sein, was ihr nicht könnt, sondern dessen was ihr könnt.“ Nach diesem Motto ließen wir uns die Termine sagen. Spätestens nach der Kundgabe des letzten Termins schlug das Herz wieder regelmäßig und ruhig.

Gefühle wie Klarheit, Stärke, Mut, Vorfreude und Angst schwebten im Raum.

Die Angst kann mir und meinen Mitschülern nicht genommen werden. Doch die Vorfreude, unser Zeugnis in der Hand zu halten, überwiegt.

Ich wünsche all meinen Mitschülern viel Kraft, Stärke, Durchhaltevermögen, Mut und Glück für die bevorstehende Prüfung. Alles Gute für die Zukunft!